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Es gibt viele Möglichkeiten und Methoden

die Bibel zu entdecken und zu erleben.

Einige davon stellen wir Ihnen hier vor!

       

Lassen Sie sich

von spielerischen

und sprachlichen

Formen, Ausstellungen

und anderem

beWEGen!

        

  • Bibliodrama

    Mit dem Bibliodrama wird versucht, in die Handlung (griech. Drama) eines Abschnitts der Bibel (griech. Biblios = Buch) einzutauchen.Ähnlich dem Psychodrama übernehmen die Teilnehmer dabei (personale oder unpersonale) Rollen und tauchen dann spielerisch ohne Drehbuch in die Handlung der Bibelstelle, die mit ihren inhaltlichen Spannungsbögen im Raum verortet ist.

    Die Leitung stellt zuerst die Bibelstelle vor und fungiert im weiteren Verlauf als Anwältin der Bibelstelle. Mit der Gruppe sammelt sie, wer oder was in dieser Perikope eine Rolle spielt. Dann wird der Raum durch die Leitung aufgeteilt und Handlungsorte der Perikope im Raum konkret verortet. Im Anschluss sucht sich jeder Teilnehmer einen Ort und eine Rolle, zu der er dann von der Leitung befragt wird. Nachdem alle interviewt wurden schließt sich das eigentliche Spiel an, an dem auch die Leitung teilnimmt und mitwirkt und dabei den Ausgleich versucht zwischen der Bibelstelle, dem einzelnen Teilnehmer und der Gruppe. Nach dem Spiel schließt sich dann eine Auswertung des Spieles durch die Gruppe an, die genauso Bestandteil des Bibliodramas ist wie das ungezwungene Spiel selbst. Es findet darin ein Austausch darüber statt, wie ich zu meiner Rolle kam, wie es mir darin erging und mit wem ich in meiner Rolle in Beziehung getreten bin. Dann folgt ein vertiefendes Gespräch über meine Rollenerfahrung und die Bibelstelle selbst und ein möglicher Transfer auf mein Leben im Hier und Jetzt. 

    Das Bibliodrama steht als eine Weiterentwicklung in der Tradition mittelalterlicher Mysterienspiele und ist unter dem Einfluss verschiedener kreativer Methoden der Gruppenarbeit wie dem Psychodrama entstanden.

    Verfasser: Axel Huber

    Nähere Informationen finden Sie unter: www.bibliodrama-gesellschaft.de

  • Bibliolog

    Der Bibliolog ist ein Weg, gemeinsam in einer Gruppe eine biblische Geschichte zu entdecken. Die Teilnehmenden begeben sich hierzu „auf eine Reise in die Bibel“. Dazu versetzen sie sich in verschiedene biblische Gestalten hinein und nähern sich der Textstelle mit ihren eigenen Gedanken und Gefühlen an. In diesen Rollen füllen sie die „Zwischenräume" (das sogenannte „weiße Feuer") der Texte mit ihren Erfahrungen und ihrer Phantasie, indem sie auf Fragen antworten, die in der Bibel offenbleiben. Die Leitung liest dazu einen kurzen Bibeltext vor und gibt dann den Zuhörenden die Möglichkeit, auf eine Frage aus der Sicht einer Figur, in die sich die Teilnehmer hineinversetzen, zu antworten – in der Stille für sich oder laut. Die Leitung wiederholt mit eigenen Worten das Gesagte („Echoing“) für die Gruppe. Es kann auch sein, dass sie Zusatzfragen stellt („Interviewing“). Es gibt jedoch keine falsche Aussage oder Antwort, weil eben jede(r) etwas Wertvolles zu sagen hat. Was schwarz auf weiß in der Bibel geschrieben steht (das sogenannte „schwarzen Feuer"), wird so lebendig und gewinnt viele persönliche, unterschiedliche und auch unbekannte Facetten. Die Teilnehmer gewinnen dadurch einen lebendigeren Zugang zu dem den Buchstaben des Textes, und entdecken die Bedeutung der Bibel für ihr Leben heute.

    Entwickelt wurde der Bibliolog von dem jüdischen Nordamerikaner Peter Pitzele (*1941) auf dem Hintergrund seiner psychodramatischen und literaturwissenschaftlichen Kenntnisse gemeinsam mit seiner Frau Susan Pitzele, die anglikanische Christin ist. Dieser Ansatz fußt auf der rabbinischen Auslegungsweise des Midrasch, nach der die Texte der Thora durch eine kreative Füllung ihrer Lücken ausgelegt werden können.

    Verfasser: Axel Huber

    Nähere Informationen finden Sie unter: www.bibliolog.de

  • Bibel erzählen

    Über Jahrhunderte wurden die Geschichten der Bibel durch Erzählen überliefert bis erst spät in der Exilszeit begonnen wurde, diese schriftlich festzuhalten.

    An diese Tradition knüpft das Bibelerzählen an. In freiem Vortrag wird eine biblische Geschichte aus einer Rolle heraus erzählt. Dabei wird es möglich die Vielfalt unseres Lebens, die sich in den Bibelgeschichten widerspiegelt, und die damit verbundenen Gefühle wie Trauer und Freude, Angst und Wut, Überraschung und Ekel erfahrbar. Dieses lebendige Erzählen ohne Skript ist eine individuelle Wiedergabe dessen, was die Bibel sagt, und lässt den Zuhörer in die Handlung eintauchen. Der/die ausgebildete BibelerzählerIn beachtet dabei die kulturhistorischen Vorgaben der Bibel.

    Vergleichbar ist dem Bibelerzählen das Märchenerzählen, wo ebenfalls ohne Skript aus dem Schatz der mündlich überlieferten Volksmärchen und Sagen der Völker vorgetragen wird ganz im Stile der orientalischen Geschichtenerzähler.

    Verfasser: Axel Huber

    Nähere Informationen finden Sie unter: www.bibelerzähler.de

  • Sozialtherapeutisches Rollenspiel

    Das Sozialtherapeutische Rollenspiel (STR) wurde von Frau Dr. Adelheid Stein (1921-2001), Professorin an der Katholischen Stiftungshochschule in München, als eine Methode für die soziale Gruppenarbeit entwickelt. Aufgrund positiver Erfahrungen findet sie heute auch in der pastoralen-diakonischen Gruppenarbeit Verwendung. Für diesen Bereich wurden deshalb spezielle Spiele entwickelt.

    Es gibt drei Spielformen: wahrnehmungszentrierte Spiele, gruppenzentrierte Spiele und problemzentrierte Spiele. Allen Spielformen liegt dabei die Haltung zugrunde, dass die Gruppe ein Schatz ist mit deren Hilfe Lösungen erarbeitet, eigene Ressourcen entdeckt und gefördert und Veränderungsprozesse gestützt werden. Dabei werden Beiträge der Gruppenteilnehmer nicht gedeutet und der einzelne bei belastenden Erinnerungen nicht alleingelassen.

    Die Leitung nutzt in der pastoralen-diakonischen Gruppenarbeit als Quelle die Bibel zur Eingabe in die Gruppe. Sie beteiligt sich aktiv am Gruppengeschehen und stützt in belastenden Situationen. Durch ihre Beiträge gibt die Leitung den Teilnehmern Orientierungshilfe.

    Die Bibelarbeit im STR ist erlebnis- und erfahrungsorientiert und arbeitet mit Symbolen. Dadurch erweitert sie die Blickweisen auf biblische Inhalte und vertieft deren Bedeutungen für das eigene religiöse Leben.

    Verfasser: Axel Huber

    Nähere Informationen finden Sie unter: www.asis.de

  • Lectio divina

    „Die Bibel lesen mit Herz und Verstand“

    „Lectio Divina lebt aus dem betrachtenden Lesen der Schrift und versucht, im Hören auf das Wort Gottes Impulse für das eigene Leben zu gewinnen. Sie kann allein oder gemeinschaftlich geübt werden. Neben dem gründlichen Lesen des Textes gehören Meditation, Gebet, Kontemplation/Stille und eine achtsame Lebensweise zu dieser Form.

    Die Lectio Divina ist eine alte und gleichzeitig wiederentdeckte Form, die Bibel zu lesen.

    … Ihre Stufen oder Schritte (Lesen ­- Bedenken - Beten - still vor Gott da sein - anders leben) werden mehrfach wiederholt und immer wieder eingeübt.

    … Die Lectio Divina gibt der Freude am Entdecken und kreativen Lesen Raum. Im Mittelpunkt stehen die Vielzahl und Vielfalt von Beobachtungen und Resonanzen, die der Text bei den Lesenden hervorruft. Dass das gründliche Lesen und Beschreiben der Texteigenschaften eine wichtige Rolle spielt, schützt dabei vor Beliebigkeit. Es gibt verschiedene Wege Lectio Divina zu üben und die Bibel mit einfachen Mitteln zu lesen, z. B. Bibel teilen, die Vigan-Methode usw.“

    Quelle: Katholisches Bibelwerk Stuttgart e.V.

    Nähere Informationen finden Sie unter: Link: www.lectiodivina.de

  • Bibelteilen

    Beim Bibelteilen kommt eine Gruppe über einen zuvor ausgewählten Bibeltext ins Gespräch.

    Dabei geht es hauptsächlich um die Bedeutung des Textes für das eigene Leben, die Gemeinde, die Welt. Die Gruppe teilt durch das Lesen des Textes und das Gespräch den Schatz der Bibel, aber auch das Unergründliche darin.

    Sachliche Hintergrundinformationen können zum leichteren Verständnis und zur intensiveren Auseinandersetzung mit einfließen.

    Die Methode eignet sich gut für Gruppen und Leitungen ohne besondere Vorkenntnisse. Hier geht es nicht um richtig oder falsch, sondern um die persönliche Bedeutsamkeit.

    Bibelteilen verläuft oft in sieben Schritten: Einstieg mit einem Gebet oder Lied-Lesen des Textes- Lautes Aussprechen von Wörtern oder Sätzen -Schweigen -Gespräch darüber, was der Text bei den einzelnen Teilnehmenden in Bewegung bringt- Gespräch über die Bedeutung des Textes und evtl. Vorsätze für die nächste Zeit- Abschluss mit einem Gebet oder Lied.

    Verfasserin: Angela Schmidt

    Nähere Informationen finden Sie unter: https://www.die-bibel-lebt.de/methoden.htm

  • Ausstellungen

    In regelmäßigen Abständen entwickelt ein Team der Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Erwachsenenbildung Rheinland-Pfalz bibeltheologische Ausstellungen. Diese sind gegen Gebühr ausleihbar. Sie können also selbst eine Ausstellung organisieren oder die Ausstellungen an verschiedenen Orten und Terminen, auch im Bistum Trier, besuchen. Nähere Informationen finden Sie unter den unten angegebenen Links.

    Aktuell gibt es folgende Themen:

    Lebens.Raum.Psalmen   Link: lebensraumpsalmen.wordpress.com

    Lebens.Kunst.Weisheit  Link: www.lebenskunstweisheit.de

    Eine dritte Ausstellung ist in Arbeit.

  • Bibelpastorale Basisqualifizierung

    Auch in unserem Bistum Trier nehmen immer wieder pastorale MitarbeiterInnen des Bistums an einer bibelpastoralen Qualifizierung mehrerer Fortbildungsinstitute und des Katholischen Bibelwerks e.V. teil.

    In dieser Fortbildung erwerben sie sich zusätzliche Kompetenzen in der Bibelpastoral und biblischen Bildung. So können sie Sie bestmöglich unterstützen und mit Ihnen gemeinsam sowohl neue als auch bewährte Wege gehen.